Frische und Regionalität liegen uns am Herzen

Im Sortiment der Märkte von EDEKA Georg haben lokal erzeugte Produkte aus der Region einen festen Platz, und werden stetig mehr. Im Interview spricht Ralf Bardenhewer (49), der seit 25 Jahren bei EDEKA Georg tätig und für die Obst- und Gemüseabteilungen...

...verantwortlich ist, warum das Thema so einen hohen Stellenwert im Unternehmen einnimmt.

Was verstehen Sie unter dem Begriff Regionalität?

Ralf Bardenhewer (49): Eine verbindliche Definition des Begriffs „Region“ gibt es nicht. Wir verbinden in unserem Unternehmen „Lokalität“ mit Unternehmen, die in direkter Nachbarschaft zu unseren Filialen liegen. „Regionalität“ mit Betrieben, die ihre Produkte in einem Umkreis von bis zu 50 Kilometer um unsere Märkte herum herstellen und vertreiben. Und für Produkte, die es nicht in diesem Umfeld gibt, versuchen wir Betriebe zu finden, die regional in Hessen liegen. In solchen Fällen weiten wir den Umkreis dann gegebenenfalls auch mal aus, wie zum Beispiel bei unseren „Sonnenei“- und „Löwenei“-Eiern vom Familienbetrieb Häde aus Alheim. Wir bleiben dabei aber stets im Bundesland Hessen, damit der Begriff „Regionalität“ nicht bis ins Uferlose ausgereizt wird.

Warum legen Sie bei EDEKA Georg so viel Wert auf das Thema?

Ralf Bardenhewer (49): Zum einen, um unseren Kunden die Möglichkeit zu bieten, nachhaltiger Einkaufen zu können. Und das bei gleichbleibend hoher Qualitäten, denn wir wissen ganz genau, wo und wie die Lebensmittel produziert worden sind. Zum anderen, um unseren regionalen Anbietern die Möglichkeit eines größeren Absatzes ihrer produzierten Waren im näheren Umfeld geben zu können.

Mit wie vielen Zulieferern aus der Region arbeiten Sie zusammen?

Ralf Bardenhewer (49): Im Obst- und Gemüsebereich sind es derzeit sechs Betriebe, die uns seit Jahren mit Salaten, Spargel, Kohl, Kürbissen, Beeren, sowie Stein- und Kernobst beliefern. Im gesamten Sortiment sind es derzeit über 20 Betriebe, die uns mit Produkten von Honig, Eiern, Geflügel und Wild bis hin zu Getränken, Wein, Sekt und Spirituosen versorgen.

Warum besuchen Sie Ihre regionalen Partner direkt vor Ort?

Ralf Bardenhewer (49): Weil wir den Betrieb, die Herstellungsmethoden und Produktionsabläufe der einzelnen Zulieferer besser kennenlernen wollen, um dies an unsere Kunden später auch weitergeben zu können. Wir tun das auch, um einen besseren Kontakt und eine bessere Kommunikation zu den einzelnen Partnern zu haben, um am Ende in jeglicher Hinsicht ein besseres Vertrauensverhältnis zwischen Produkt, Hersteller und Endverbraucher erreichen zu können.

Nach welchen Kriterien wählen Sie Ihre regionalen Zulieferer aus?

Ralf Bardenhewer (49): Wenn wir die Möglichkeit haben, ein Segment unseres Lebensmittelangebots mit Artikeln aus der Region erweitern zu können, lohnt es sich fast immer, eine Kooperation mit regionalen Produzenten einzugehen. Denn Frische und Regionalität liegen uns am Herzen, und kommt dem EDEKA-Slogan „Wir lieben Lebensmittel“ am nächsten. Voraussetzungen sind, dass unsere Partner die hohen Qualitätsstandards, die wir und unsere Kunden an lokale bzw. regionale Produkte haben, einhalten, und bereit sind, über mehrere Jahre hinweg eine Belieferung unserer Filialen zu gewährleisten.